#9 Kuscheln ist vorbei! Über persönlichen Raum und getrennte Betten in Beziehungen

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Der Gast der heutigen Folge: Sebastian AKA ,,Sebi” Elster, ehemaliger Quidditsch-Nationalspieler und High-Level-Hausmeister aus Leidenschaft, mein Kindheitsfreund und einer meiner Lieblingsgesprächspartner.

Learnings

Unser Bedürfnis nach persönlichem Raum, Ruhe und Abgrenzung sind natürlich immer unser eigenes Problem.

Menschen haben unterschiedliches Beziehungsverhalten. 

Wenn man introvertiert ist, braucht man immer auch mehr Raum für sich. Das Bedürfnis danach an sich, kann ein Problem darstellen, wenn es nicht wirklich mit den Bedürfnissen des/r Partners/in abgestimmt ist. 

Deswegen ist Kommunikation so wichtig. Wenn ich mitteile, dass ich Raum für die Beziehung brauche, dann wird mein Verhalten weniger als Gefahr für die Verbindung wahrgenommen. 

Ein großes Problem in Beziehungen ist auch der unterschiedliche Tagesrhythmus und die Vorstellung, davon, wann was passiert.

Wenn du am Ende des Tages, wenn du ins Bett gehts, einfach nur schlafen willst, dein/e Partner/in jedoch in Gesprächsstimmung ist, dann führt das zu einem Mismatch.

Besonders wenn diese unterschiedlichen Erwartungen nicht ausgesprochen werden. 

Eine weitere Herausforderung ist es, wenn man einfach nur seine Ruhe haben will, aber zusammen wohnt.

Nicht unbedingt weg von der anderen Person, aber hin zum Alleinsein.

Da stellt sich dann die Frage, ob dieser grundlegende Konflikt von vornherein dadurch vermieden werden kann, ggf. getrennte Zimmer zu haben, oder womöglich gar nicht erst zusammenzuziehen?

Wenn man einen so starken Wunsch nach Alleinsein hegt, aber dennoch in einer Partnerschaft lebt, dann hilft es aber auch nicht, sich selber zu verstellen.

Sonst erschöpft man sich nur und steht am Ende ganz ohne Quality-Time da.

Quality-Time findet nur statt, wenn beide Partner komplett auf die gemeinsame Zeit fokussiert sind.

Sie setzt voraus, das beide ihre anderen Aufgaben erledigt haben, oder diese zumindest zeitweise vergessen können.

Es kann schonmal sein, dass in einer Beziehung die eine Person mehr auf die Verbindung fokussiert ist als die Andere.

Das ist Normal. Wichtig ist dabei nur, dass man dem mehr involvierten Partner das Gefühl gibt, dass mit der Beziehung alles in Ordnung ist, bzw. dass sie weiterhin Relevanz im eigenen Leben haben.

Empfohlene Bücher

Hier sind einige Bücher, die ich zu, Thema Beziehung gelesen habe und die ich dir nur zu Herzen legen kann:

Die fünf Sprachen der Liebe – Gary Chapman

Heikle Gespräche: Worauf es ankommt, wenn viel auf dem Spiel steht 

Für Leute, die zu Abhängigkeitsbeziehungen tendieren:

Human Magnet Syndrome: The Codependent Narcissist Trap – Ross Rosenberg

Warum wir uns immer in den Falschen verlieben: Beziehungstypen und ihre Bedeutung für unsere Partnerschaft 

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