#8 Wichtige Entscheidungen treffen und der Zukunftstraum vom Van-Life

Hier ist der Link zur Podcast (iTunes, Google Podcast, Spotify).

Der Gast der heutigen Folge: Sebastian AKA ,,Sebi” Elster, ehemaliger Quidditsch-Nationalspieler und High-Level-Hausmeister aus Leidenschaft, mein Kindheitsfreund und einer meiner Lieblingsgesprächspartner.

In diesem Podcast ergreift Sebi das Wort und fragt David nach Rat.

Schon lange beschäftigt sich Sebi die Idee, eigenhändig einen Van zu bauen und in diesem zu leben. Er spricht immer wieder davon, besonders wenn er sich gerade aus seiner derzeitigen Situation heraus wünscht.

Wir haben alle unsere Träumereien, die wir jahrelang mit uns herumtragen. 

Weil ich genau in diesem Jahr eine persönlich sehr bedeutende Entscheidung getroffen hat, bin ich scheinbar der perfekte Gesprächspartner für jemanden, der selbst die Vision hat, ein großes Projekt umzusetzen.

Learnings der Folge

Unsere Pläne und Visionen für die Zukunft sind manchmal einfach nur Träumereien, die es uns erlauben, der Realität zu entfliehen. 

Vielleicht wollen wir das, was in unserem Kopf herumschwirrt gar nicht wirklich. Aber das merkt man dann oft erst, wenn man endlich die Möglichkeit hat, sich dieser neuen Sache zu widmen.

Aber macht es vielleicht Sinn, sich auch schon früher einzugestehen, dass man sich die Dinge nur vorstellt, weil man allgemein mit dem eigenen Leben unzufrieden ist?

Es ist nicht immer leicht, zu erkennen, wann der richtige Moment ist, eine Lebensphase abzuschließen und zu Nächsten überzugehen.

Manchmal macht es Sinn zu warten und die derzeitige Situation einfach weiter zu ,,melken”. Das ist besonders der Fall, wenn du einen guten Job hast und das Geld für dein nächstes Projekt brauchst.

Solange du im Moment nicht zu sehr leidest, ist es völlig in Ordnung, die neue Sache erst einmal am Abend und an Wochenenden zu betreiben. Vielleicht auch um zu schauen, ob du sie wirklich willst.

In anderen Situationen belügst du dich jedoch selbst, wenn du in deiner gewohnten Umgebung verbleibst.

Du denkst, dass du ja jederzeit noch den Übergang zu dem, was du eigentlich tun möchtest, machen kannst. Aber was du eigentlich brauchst ist eine aktive Entscheidung.

Mit anderen Worten: Du musst wagen. 

Druck von Außen hilft nur vielleicht dabei, ein Projekt anzugehen, das man schon seit Jahren vor sich her schiebt.

Jeder macht seine eigene Entwicklung durch, geht in seinem eigenen Takt. Man muss bereit sein, bevor man etwas wirklich angehen kann.

Was helfen könnte, ist möglicherweise, bei jemand anderem zu sehen, welche positiven Folgen dieses Projekt auf ein Leben haben kann.

Deine inneren Widerstände sind dein größter Feind, wenn sie dich davon abhalten, zu tun, was du willst.

Nicht deine Eltern, dein Umfeld oder die Gesellschaft. Du alleine stehst dir im Weg.

Es ist wichtig, dass du lernst, diese inneren Widerstände zu erkennen.

Nur dann kann man mit ihnen interagieren und sie überwinden. Oft ist es fast unmöglich zu wissen, ob du wirklich valide Gründe hast, etwas nicht zu tun, oder ob du es dir einfach selber leicht machen möchtest.

Commitments zu machen ist deshalb schwierig, weil sich dann erst die Möglichkeit ergibt, zu versagen.

Wenn dir alles egal ist, dann bist du auch nie ein Loser.

Aber sobald du dich einer Beziehung, einer Umgebung oder einem Projekt ganz verpflichtest, stellt sich vielleicht heraus, dass du nicht die Person bist, die du dachtest.

Deswegen haben wir eine Tendenz, Commitments ganz zu vermeiden. Der Trick ist auch hier, es trotzdem zu wagen.

Manchmal ist es Zeit, einfach mal zu machen. Nicht zu warten, nicht zu analysieren, was die beste Herangehensweise ist, sondern einfach mal zu machen.

Sobald ein Commitment besteht, ist da auch Druck. Dieser Druck ist zeitweise unangenehm, aber treibt dich auch an, tatsächlich deinen Zielen nachzugehen.

Heute besteht die Tendenz, dass eine Erfahrung nur wirklich als real wahrgenommen wird, wenn man sie über soziale Medien teilt. Ich bin froh, dass ich meine Reisen vor dem großen Medienboom erleben durfte und keinen Druck gespürt habe, alles zu dokumentieren. 

Unabgeschlossene Projekte im Leben sind eine traurige Sache.

Wenn du mal ein bisschen von irgendwas geträumt hast und dich dann dagegen entschieden hast, okay.

Aber wenn ein Projekt wirklich über lange Zeit in deinem Kopf war und du aber trotzdem keine Schritte eingeleitet hast, um es zu verwirklichen, dann ist das Schade.

Selbstzweifel sind normal, aber unabgeschlossene Projekte des Geistes sollten unter allen Umständen vermieden werden.

Entweder entscheidest du bewusst, es zu lassen, oder du machst es und gehst das Risiko ein. Aber jahrelanges Brüten tut niemandem gut.

Empfohlene Bücher

Vagabonding – Rolf Potts

Die 4-Stunden-Woche: Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben – Tim Ferris

The War of Art: Break Through the Blocks and Win Your Inner Creative Battles – Steven Pressfield

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